Kolumne Mai 2017

Die STARKEN Jungen werden in Europa gewählt und haben demnächst das Sagen. Das hat die Wahl in Frankreich gezeigt und das ist gut so, damit die Alten etablierten, verkrusteten europäischen Politiker sich endlich mal bewegen. Die personell und programmatisch erschöpften Konservativen und Sozis werden abgelöst, von denen, die Begeisterung und Aufbruch verbreiten. Das ist eine Chance für die Zukunft

Dennoch ändert sich zurzeit nichts an den "Heiligen Kriegen", die auf der ganzen Welt geführt werden. Christen werden in Ägypten getötet. Hass und Gewalt werden an Schulen geschürt. Nach den Bombenanschlägen auf Christen trat in Kairo ein dreimonatiger Ausnahmezustand in Kraft. Panzer bezogen Stellung. Gefangen, gefoltert, gesteinigt: Weltweit werden Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt. In Myanmar (Burma) töteten Buddhisten hilflose Muslime. Ich muss mein Bild vom Buddhismus korrigieren. Zornige Mönche. Es gab Ausschreitungen und Hunderte von Toten und über hunderttausend Vertriebene. Beschädigte Moscheen, Plünderungen, Massaker und verbrannte Häuser. Christliche Kinder wurden in Myanmar zwangsbekehrt und als menschliche Minenräumer verwendet. Die religiösen Verfolgungen werden immer intensiver. Nordkorea gilt als das christenfeindlichste Land der Welt. Die Mehrzahl der Inder sind Hindus, die mit Härte gegen die Muslime und die Christen vorgehen. Im Irak terrorisieren radikale sunnitische Gruppen die Christen. Der Iran geht staatlich gegen Christen vor, oft drohen Gefängnis oder Todesstrafen. In Syrien sind 10 % der Bevölkerung Christen, sie konnten vor dem Bürgerkrieg freier leben als in vielen arabischen Ländern, dort herrscht Angst vor muslimischen Extremisten. Keine Religionsgemeinschaft wird mehr verfolgt als das Christentum. Das Zentrum der Verfolgung ist die islamische Welt. In Saudi-Arabien oder Sudan wartet auf christliche Missionare oder Konvertiten oft das Beil oder die Steinigung.

Die Christenverfolgung im Römischen Reich entstand nach der Kreuzigung von Jesus unter Pontius Pilatus, Claudius, Nero usw. Ist allen bekannt. Die Kreuzzüge in das Heilige Land dienten zur Vertreibung der dort ansässigen Muslime und im Mittelalter dazu, nicht christianisierte Völker zu bekehren. Hat sich eigentlich bis heute etwas geändert? Alle glauben an den ehrenvollen, heiligen Kampf für Kirche, Gott oder Allah. Noch heute wird z. B. im Namen des Propheten hingerichtet. Religionen zetteln Kriege an, da die Religionen extrem ausgelegt werden. Ja man könnte glauben, dass die Religionen auch Vorwand für Kriege sind, da der Glaube hierfür oft benutzt wird und ein Vorwand ist.

Als der Prophet und Religionsstifter MOHAMMED starb, entbrannte unter seinen Anhängern ein erbitterter Kampf um die Nachfolge, dessen Auswirkungen bis heute für Konflikte sorgen. Die verfeindeten Erben stritten sich um die Nachfolge, da MOHAMMED vor seinem Tod keinen Nachfolger bestimmt hatte. Die muslimische Welt teilt sich seitdem in Schiiten und Sunniten. Mohammeds Erben sind verfeindet. Die rhetorische Tobsucht und narzisstische Überheblichkeit der heutigen Führer deutet auf diesen Jahrtausende alten Streit hin. Später stritten dann die Protestanten und die Katholiken. Mit dem Ergebnis, dass Dr. Martinus LUTHER vor 500 Jahren Klartext schrieb bzw. die Bibel ins Deutsche übersetzte und dank der Kunst des Buchdrucks diese Schriften und die damit verbundene "Aufklärung" sich rasend schnell verbreiten konnten. M. E. ist die katholische Kirche nicht reformiert worden, sondern dadurch gespalten worden. Die Christen streiten bis heute und bis heute werden sie auch verfolgt. - Erst im Ratssaal zu Münster wurden die beiden Konfessionen bei der Beendigung des Dreißigjährigen Krieg mit dem Westfälischen Frieden 1648 anerkannt. In allen Lebensbereichen werden wir überall mit LUTHER konfrontiert, obwohl die Bedingungen aus diesem Zeitalter völlig andere sind als die heutigen. Am 31. Oktober feiert die evangelische Kirche dieses Reformationsfest mit einem einmaligen gesetzlichen Feiertag. Natürlich haben dann auch die Katholiken und die "Nichtgläubigen" einen freien Tag.