Kolumne November 2016

Unsere Politiker eiern nur rum. ERDOGANS demokratische Verstöße werden als

besorgniserregend bezeichnet und es werden Millionen gezahlt, dass die von uns

gerufenen Flüchtlinge an der türkischen Grenze aufgehalten bzw. zurückgeschickt

werden. Kommt die Hilfe wirklich bei diesem menschenunwürdigen Deal an?

Gastarbeiter, Flüchtlinge, egal, Deutschland ist ein Einwanderungsland und deshalb

brauchen wir ein Einwanderungsgesetz. Basta! Ein gutes Beispiel dafür ist Kanada.

EU, Europäische Union, Fluch oder Segen? Auf jeden Fall macht die EU zu viele

Vorschriften. Allein in den vergangenen 10 Jahren hat die EU 11170 Rechtsakte

verabschiedet. Ich finde, dass viele Beschlüsse unnötig tief in unsere und die

Belange der Mitgliedsstaaten eingreifen. Vom Glühbirnenverbot bis zum

Rauchverbot, es wird nichts ausgelassen, um die Bürger zu domestizieren. Die

Regulierungswut ist grenzenlos. Unschlagbar ist jedoch eine EU-Verordnung aus

dem Jahr 1993 über medizinische Vorrichtungen. Demnach dürfen Kondome nicht

kürzer als 16 Zentimeter sein und der Durchmesser darf nicht mehr als 2 Millimeter

von dem auf der Verpackung angegebenen Wert abweichen. Sorry???

Andererseits gilt die EU bei vielen Mitgliedern als eine fantastische Errungenschaft,

obwohl Deutschland als größtes Mitgliedsland mit 28,1 Milliarden brutto den größten

Anteil aller EU-Länder einzahlt. Allerdings profitieren wir auch durch den Binnenmarkt

von der EU und das Ruhrgebiet erhielt von 2007 bis 2013 ca. 633 Millionen

Fördergelder, davon erhielt Essen allein ca. 168 Millionen. Ich verstehe nicht,

weshalb die geplanten EU-Handelsabkommen CETA mit Kanada und TTIP mit

Amerika so umstritten sind. Bringen sie Europa und uns nicht auch ein großes

Handelsvolumen? Die wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber Russland verstehe ich

ebenfalls nicht. Ich würde mich mit WLADIMIR PUTIN bei seinen eigenen inneren

Landesangelegenheiten nicht anlegen. Schaden wir uns und der russischen

Bevölkerung dabei nicht selbst? - Warum aber das EU-Parlament jedes Jahr doppelt

in Straßburg und in Brüssel tagt, ist mir ebenfalls unerklärlich, der Wanderzirkus der

Parlamentarier kostet mal eben 200 Millionen Euro jährlich mehr.

Das über Zwangs-Gebühren finanzierte Fernsehen hat einer Nikap tragenden,

schweizerischen Frauenbeauftragten des islamischen Zentralrats, ein Forum in der

von ANNE WILL schwach geleiteten Sendung für die Verharmlosung der IS-

Terrormiliz gegeben. Über Todesstrafe, Folter und Morde gibt es für mich keine

Diskussionen. Wer keine verhüllte Dschihadistin, die die IS-Positionen vertritt,

unterstützen möchte, sollte die Zwangsabgabe an die GEZ verweigern. Zu meinem

Werteverständnis gehört auch, dass wir keine Kinderehen und keine Ehrenmorde

diskutieren und dass ich sehen kann, mit wem ich rede. Das ist die minimalste

Voraussetzung für jede Art von Umgang miteinander. Auch im Fernsehen.

Bei einer ökumenischen Pilgerfahrt entfernten oder verdeckten die deutschen

Bischöfe ihre Kreuze beim Besuch des Felsendoms, des ältesten Sakralbaus des

Islam, auf dem Tempelberg in Jerusalem. Begründung: Respekt vor den Gastgebern.

- Eine angebliche Demutsgeste? Das Symbol unseres Glaubens wird versteckt? In

einer Zeit in der Christen immer noch verfolgt und gefoltert werden und wir anlässlich

des 500. Reformationstages am 31. Oktober 2016 ein MARTIN LUTHER-Jahr

eingeleitet haben, um feierlich an den Reformator zu erinnern. Selbst der Papst

machte sich auf, um dieses Ereignis in dem protestantischen Schweden zu würdigen.

Eine Delegation der Deutschen Bischofskonferenz war Mitte Oktober nach Jerusalem

gereist. Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof HEINRICH BEDFORD-STROHM

rechtfertigt die Entscheidung, sein Kreuz während des Besuches auf dem

Tempelberg abzulegen damit, dass er dem Wunsch des Gastgebers nachgekommen

sei. Dieser Bischof sagt gleichzeitig, dass junge Leute für den christlichen Glauben

begeistert werden sollen und wünscht sich, dass eine Generation 2017 aus dem

Reformationsjubiläum hervorgehen soll. Das ist halbherzig, genauso wie das

Kollekte-Körbchen bei der Eröffnung des Luther-Jahres in der Marienkirche in Berlin.

So viele Scheine gab es noch nie in dem Sammelkörbchen!

Wie war der Satz der Ablassprediger vor 500 Jahren? Sobald das Geld im Kasten

klingt, die Seele in den Himmel springt!

Alle Deutschen können sich freuen. Das 500. Jahr nach Luthers Thesenanschlag,

der Reformationstag am 31. Oktober 2017, wird ausnahmsweise ein bundesweiter

Feiertag sein und anlässlich des Reformationsjubiläums hat die Deutsche Bahn AG

sogar einen ICE-Zug auf den Namen MARTIN LUTHER getauft.

Luther war ein Mann der direkten Sprache. Er schaute den Menschen auf's Maul.

Das hat übrigens Polit-Rüpel DONALD TRUMP auch getan. Seine kalkulierten

Schweinereien, die moralisch nicht integer waren, die die amerikanische Demokratie

auf den Tiefpunkt und die USA in eine gefährliche Schieflage brachten, gaben den

Menschen dennoch das Gefühl, einbezogen zu werden. Die Rechtspopulisten sind

im Aufwind. So etwas passiert, wenn man die Menschen und ihre Ängste ignoriert

oder desavouiert. TRUMP kann kein Zufall sein, wenn ich zu Frau MARINE LE PEN

und zu Herrn VIKTOR ORBÁN schaue. Mehr Bestätigung können die doch jetzt gar

nicht bekommen. MARTIN SCHULZ, EU-Parlamentspräsident knickt schon ein; auch

er habe zu denen gehört, die TRUMP als gefährlich bezeichnet hätten, jetzt aber ist

TRUMP der gewählte Präsident der USA und verdient Respekt. Nach dem

Kulturschock TRUMP frage ich mich nun, wann kommt diese Wut-Wahl zu uns?

TRUMP wird seine Versprechen nicht einhalten können, TRUMP wird sich PUTIN

annähern und er wird in Europa kassieren, schließlich ist die USA eine Schutzmacht

für Europa. Das wird er sich sicher von uns honorieren lassen.

Wie war das nochmal vor 500 Jahren mit dem Ablass?